| GF07.51-P-2007G | Zündsystem mit Segmentsteuerung Funktion | 22.4.99 |
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| 15.03.07 | Das Dokument wurde bis zu diesem Datum aktualisiert
und unterliegt nicht mehr dem Änderungsdienst. |
| Dargestellt am Motor 111
Am Signalverlauf des Positionsgebers Kurbelwelle (L5) erkennt das Steuergerät HFM (N3/4), welche Zündspule (Zündkreis) angesteuert werden muß. Durch den Dauermagnet (e) im Segment Mitnehmerscheibe/Schwungrad (b) wird im Positionsgeber Kurbelwelle (L5) ein zusätzlicher Negativ-Impuls erzeugt. Dieser dient zur Erkennung von Zylinder 2+3 für die Ansteuerung der Zündspule (T1/2); Segment ohne Dauermagnet für die Ansteuerung der Zündspule (T1/1) (Zylinder 1+4). Die Hochspannungsverteilung erfolgt ruhend (kein Hochspannungsverteiler). a Signal Positionsgeber Kurbelwelle b Segmente Mitnehmerscheibe/Schwungrad c Vorderkante Segment d Hinterkante Segment e Dauermagnet f Zünd-OT (Zylinder 1) |
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| P07.51-0473-06 |
| Der Zündfunke springt gleichzeitig an den Zündkerzen von 2 Zylindern über, bei einem Zylinder im Verdichtungstakt, beim anderen Zylinder im Ausstoßtakt. Der im Verdichtungstakt "überspringende" Zündfunke benötigt eine hohe Zündspannung, der im Ausstoßtakt "überspringende" Zündfunke eine geringe Zündspannung.
1 Zylinder 1 2 Zylinder 2 3 Zylinder 3 4 Zylinder 4 a Zündfunke im Verdichtungstakt b Zündfunke im Ausstoßtakt c Zündspannungsverlauf N3/4 Steuergerät HFM T1/1 Zündspule (Zylinder 1+4) T1/2 Zündspule (Zylinder 2+3) |
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| P07.51-0474-06 |
| Einspritz-/Zünddiagramm
Ansaugen Verdichten Arbeiten Ausstoßen Zündfunke (Verdichtungstakt) Zündfunke (Ausstoßtakt) Einspritzen |
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| P07.51-0472-06 |
Vorteile der ruhenden Hochspannungsverteilung sind:
wesentlich geringerer elektromagnetischer Störpegel (keine offenen Funken)
keine rotierenden Teile
Geräuschreduzierung
weniger Hochspannungsverbindungen.
1. Zündwinkel entsprechend der Eingangssignale bestimmen, Zündspulen ansteuern und Zündfunken auslösen Das Steuergerät HFM (N3/4) wertet für die Zündwinkelbestimmung im wesentlichen folgende Signale aus von: Heißfilm-Luftmassenmesser
Positionsgeber Kurbelwelle
Positionsgeber Nockenwelle
Abgleichstecker HFM
Temperaturfühler Ansaugluft
Temperaturfühler Kühlmittel
und unterbricht im Moment des Zündzeitpunktes masseseitig den Primärstromkreis der Zündspule.
Der Zündwinkel kann zur Zeit nur mit dem Hand-Held-Tester (HHT) geprüft werden. |
2. Zündwinkelanpassung
2.1 Katalysator-Aufheizung (Warmlauf) Um den Katalysator schneller auf Betriebstemperatur zu bringen, wird der Zündwinkel für ca. 30 Sekunden kontinuierlich nach "Spät" verstellt, wenn: Kühlmitteltemperatur beim Start >15 °C und <40 °C
Wählhebelstellung P oder N
Gleichzeitig wird die Leerlaufdrehzahl durch die Leerlaufdrehzahlregelung auf 1150±100/min erhöht. 2.2 Leerlauf Zur Unterstützung der Leerlaufdrehzahlregelung kann der Zündwinkel bis zu 8° KW nach "Spät" bzw. "Früh" verstellt werden. Der Eingriff durch die Zündwinkelveränderung reagiert schneller, als durch die Verstellung der Drosselklappe (Leerlaufregelung). |
| 2.3 Schubabschaltung
Um beim Wiedereinsetzen der Verbrennung (Ansteuern der Kraftstoff-Einspritzventile) eine sprunghafte Drehmomentzunahme zu verhindern, wird der Zündwinkel kurzzeitig nach "Spät" verstelIt. 2.4 Ansaugluft-/Kühlmitteltemperatur Um die Klopfneigung bei erhöhten Ansaug- und Kühlmitteltemperaturen zu verhindern, wird der Zündwinkel bei Last in Abhängigkeit von Ansaugluft- und Kühlmitteltemperatur nach "Spät" verstellt. Die Zündwinkelverstellung nach "Spät" erfolgt: - Ansauglufttemperatur > 35 °C - Kühlmitteltemperatur > 105 °C
Die Werte der Zündwinkelverstellung nach "Spät" von Ansaugluft- und Kühlmitteltemperatur addieren sich. |
2.5 Getriebe Überlastschutz
Um die Schaltglieder des automatischen Getriebes bei Lastschaltung (1-2-1, 2-3-2) vor thermischer Überlastung zu schützen, wird der Zündwinkel während des Schaltvorganges kurzzeitig nach "Spät" verstellt und dadurch das Motordrehmoment reduziert. 2.7 Antiklopfregelung (AKR) Bei unkontrollierter Verbrennung (Klopfen) eines/mehrerer Zylinder(s) erfolgt eine Zündwinkelverstellung nach "Spät" an dem/den betreffenden Zylinder(n). |